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Patientengeschichte

„Ich hatte das Gefühl, jetzt ist es vorbei"

Krefelder Ärzte behandeln erfolgreich eine schwere Arteriosklerose und geben ihrer Patientin das schon fast aufgegebene Leben zurück.
Glücklich nach erfolgreicher Intervention: Prof. Markus Katoh, Dr. Peter Schott und Nancy Rusch. Foto Martina Dorsch

Nancy Rusch bricht bei der Arbeit unvermittelt zusammen.
Die Diagnose: Schwere Arteriosklerose als Folge einer sehr seltenen Fettstoffwechselstörung. Trotz medikamentöser Therapie geht es der Duisburgerin immer schlechter. Sie kann kaum noch laufen, klagt über Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit. Nach drei leichten Schlaganfällen kommen Krampfanfälle, Sprechstörungen und Blindheit hinzu.

Nach mehreren Klinikaufenthalten erfährt die 50-Jährige auf einer neurologischen Intensivstation die bittere Prognose: „Dort haben sie mir mitgeteilt, dass sie nichts mehr für mich tun können. Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, die Geburt meiner beiden Enkel nicht mehr zu erleben.“

Doch ein guter Freund wendet sich an Dr. Gabor Gäbel, den Chefarzt der Gefäßchirurgie im Helios Klinikum Krefeld. „Der Zustand von Frau Rusch war akut lebensbedrohlich. Alle zum Kopf führenden Gefäße waren verschlossen. Lediglich von einer armversorgenden Arterie aus hatte sich ein natürlicher Bypass gebildet. Aber auch hier hatte sich eine Verengung entwickelt. Der Blutfluss zum Gehirn drohte komplett abzureißen.“

Gemeinsam mit Prof. Knut Kröger, Angiologie, und Prof. Marcus Katoh, Radiologie, diskutiert er die Risiken und Optionen. Schlussendlich gelingt es, die Engstelle über einen winzigen Zugang in der Leiste zu überwinden. Die Zeit, in der die Mediziner hochkonzentriert den Weg für den Blutfluss behutsam wieder freilegen, beschreibt die Patientin als eine Ewigkeit. Dann wird es kurz laut im Interventionszentrum – ein Freudenschrei, Tränen fließen: „Ich kann wieder sehen“, Nancy Rusch ist überglücklich: „Endlich habe ich mein Leben zurück. Jetzt freue ich mich darauf, bald meine Enkelkinder im Arm zu halten.“

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