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Country-Moderator Loman bei HELIOS

Ein echter Cowboy als Patient

Als Radiomoderator „Loman“ an der Hüfte operiert werden musste, schob er einen Aufenthalt in der Klinik jahrelang vor sich her. Er wollte seinen Hengst „Flits Rio“ nicht in fremde Hände geben. Erst als dieser nach fast 30 gemeinsamen Jahren starb, unterzog er sich der Operation im HELIOS Klinikum Gotha.
Manfred Pihaule alias „Loman“: Hier ein Bild aus gemeinsamen Tagen mit seinem Hengst Flits Rio.

So leicht konnte diese beiden keiner trennen. Manfred Pihaule, bekannt als Radiomoderator „Loman“, und seinen edlen Hengst Flits Rio gab es ein Vierteljahrhundert lang nur im Doppelpack. Ein täglicher Ausritt und die Welt war in Ordnung. Der mittlerweile 79-jährige Vollblutcowboy moderierte mehr als 20 Jahre lang einmal wöchentlich die Countrysendung „Howdy!“ im MDR1 Radio Thüringen. Mit der Sendung, die im Jahr 2000 als beste deutsche Countrysendung ausgezeichnet wurde, lebte er seine Leidenschaft für die Cowboykultur aus und erreichte damit regelmäßig viele Fans der Countrymusik.

Loman nach seiner Hüftoperation im HELIOS Klinikum Gotha. Im Sommer will er wieder auf einem Pferd sitzen.

„Country is my way of life“ – an dieser Maxime richtete Loman sein ganzes Leben aus: Sein Interesse galt schon immer der amerikanischen Geschichte, ganz besonders den Cowboys. Als gelernter Maschinenbauingenieur sattelte er zum Sattlermeister um und reiste mit einem Lastwagen durch die Thüringer Lande, wo er Countrybands mit Holzwagen, Westernsachen und Stroh ausstattete. Loman engagierte sich außerdem in seinem Landkreis und wurde mehrfach „Botschafter des Landkreises Gotha“. Oder besser: Loman und sein Pferd Flits Rio.

Im Jahr 2012 feierten die beiden unzertrennlichen Freunde ihr hundertjähriges Leben – Flits Rio wurde 26, Loman 74. Doch bald darauf begannen die Schmerzen. Die Diagnose ergab: Lomans Hüfte musste operiert werden. In die Sorge um seine eigene Gesundheit mischte sich die Frage, was mit dem Pferd passiert, wenn er in der Klinik liegt. Und weil es keine gute Antwort darauf gab, lebte Loman mit den Schmerzen.

„Ich glaube der alte Knabe wusste, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Er hat mich verstanden und gemerkt, dass meine Schmerzen unerträglich wurden“, berichtet Loman von den gemeinsamen letzten Stunden zusammen, in dem er ihm den Kopf gehalten habe. Dem Klinikaufenthalt stand nun nichts mehr im Weg. Endlich schmerzfrei, verließ er inzwischen das HELIOS Klinikum Gotha mit einem klaren Ziel: „Im Sommer will ich wieder auf einem Pferd sitzen und reiten.“

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