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Auf ein Wort

Arbeit von Null auf Hundert

Als Pflegekraft in der Notfallmedizin darf man nicht zimperlich sein: Rüdiger Zahmel, 52, arbeitet seit 29 Jahren in der Helios Mariahilf Klinik Hamburg als Leiter der Zentralen Notaufnahme an der Halsschlagader des Lebens. Was der Tag bringt, weiß er immer erst am Ende der Schicht.
Rüdiger Zahmel
Rüdiger Zahmel (52) arbeitet seit 29 Jahren engagiert in der Notaufnahme der Helios Mariahilf Klinik Hamburg.

Notfallmedizin in 29 Jahren - was ist wichtig für Pfleger in der Notfallmedizin?

Bei uns in der Notaufnahme zählt jede Minute – da ist Herzblut gefragt. Gerade in schweren Notfällen und vor allem bei der Behandlung von Kindern muss man die Fähigkeit haben, mit Herz und Hirn fokussiert zu arbeiten. Hier kommt es auf die adäquate Einschätzung der Situation an.
Die wichtige Reflexion und die Verarbeitung finden dann im Nachhinein und im Team statt.

Bei uns ist kein Tag wie der andere, man sollte also Professionalität genauso wie Spontanität mitbringen. Und ganz wichtig: Empathie für das Gegenüber.

Wie verarbeiten Sie Stress und Anspannung?

Ich habe ein total tolles Privatleben. Meine Frau ist auch Medizinerin und wir sprechen viel miteinander über die Erlebnisse bei der Arbeit – das ist ein großer Vorteil. Und Zeit mit meiner fast zwei Jahre alten Enkeltochter lässt mich den Stress vergessen. Zudem reise ich total gerne – mein Lieblingsziel ist Südafrika. Beim Sport kann ich abschalten und halte mich gleichzeitig fit für die Arbeit.

In der Notaufnahme hilft mir mein tolles Team. Wir lachen viel und unterstützen uns jeden Tag.

Warum haben Sie sich damals für diese Spezialisierung entschieden?

Schon während der Ausbildung ist mir schnell klar gewesen, dass es die Notaufnahme werden soll. Mir gefällt besonders die Flexibilität und Bandbreite meiner Aufgaben. In unserer Notaufnahme treffen acht Fachrichtungen und dementsprechend viele Krankheitsbilder aufeinander. Das ist immer wieder eine neue Herausforderung. Außerdem geht es bei unserer Arbeit von Null auf Hundert in nur wenigen Sekunden. Dann sollte jeder Handgriff sitzen und Teamarbeit ist gefragt. Auf der einen Seite brauche ich also das Adrenalin und auf der anderen Seite macht es mich glücklich, den Menschen in Akutsituationen helfen zu können.

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