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Porträt

80 Jahre Berufserfahrung für die Helios Klinik Köthen

Nicht nur die Patienten werden älter: Stationsleiterin Ilona Leitert und Birgit Loyal, Physiotherapieleiterin, arbeiten beide seit 40 Jahren in der Helios Klinik Köthen. Stephanie Seiler sprach mit den beiden Kolleginnen über ihr Berufsbild.
Ilona Leitert und Birgit Loyal arbeiten seit 40 Jahren in der Köthener Klinik. Bei beiden entstand der Berufswunsch schon in der Kindheit. (Foto: Stephanie Seiler)

"Zu sehen, wie ein Patient wieder gesund nach Hause gehen kann, ist ein unbeschreibliches Gefühl."

Ilona Leitert, Stationsleiterin in der Helios Klinik Köthen 

Wie hat sich Ihr Berufsbild in den letzten 40 Jahren verändert?

Leitert: Als Krankenschwestern mussten wir früher viele Arbeiten abdecken: vom Zimmerbodenscheuern, Tupferdrehen, Instrumenteabkochen bis zum Schmieren der Brote für das Abendessen. Die Entwicklung der Medizin und Technik ist sehr rasch voran geschritten. So mussten wir damals beispielsweise die Spritzen reinigen, prüfen und sterilisieren. Das ist jetzt viel einfacher. Aber dafür ist heute die Dokumentationsarbeit deutlich zeitaufwändiger.

Außerdem werden unsere Patienten älter und kommen mit komplexeren Erkrankungen zu uns. Ich muss wissen, wie ich einen orthopädischen Patienten versorge, der zusätzlich ein Herzleiden und weitere Erkrankungen hat. Das ist keine Seltenheit. Oft wünsche ich mir, dass ich mehr Zeit hätte.

Loyal: Ich denke, dass sich an meiner eigentlichen Arbeit als Physiotherapeutin nicht so viel verändert hat, außer dass ich früher mehr Zeit für den Patienten hatte. In den Jahren gab es sehr viele Fortschritte. Die Patientenbetten lassen sich heute viel einfacher verstellen und bewegen. Zudem musste ich früher als Physiotherapeutin alle Weiterbildungen selbst zahlen. Dass mir die Fortbildungen heute von meinem Arbeitsgeber finanziert werden, finde ich sehr gut.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Freude?

Leitert: Ich übe meinen Beruf sehr gerne aus und würde wieder die gleiche Ausbildung wählen. Zu sehen, wie ein Patient wieder gesund nach Hause gehen kann, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich arbeite auch nach so langer Zeit sehr gerne mit meinem Team und es macht mir immer wieder Spaß, Neues zu lernen.

Loyal: Ich stecke sehr viel Herzblut in meinen Beruf und dafür werde ich mit viel Dankbarkeit der Patienten belohnt. Wenn ein Patient Schmerzen hatte und am Ende meiner Therapie mit mir lachen kann, sind das besonders schöne Momente. Gerade diese persönlichen Kontakte und zu wissen, dass ich den Patienten helfen kann, geben mir viel Antrieb. Außerdem macht mir die interdisziplinäre Arbeit mit meinen Kollegen auf den Stationen Spaß.

Insgesamt feiern in diesem Jahr in der Helios Klinik Köthen vier Mitarbeiterinnen ihr 40-jähriges und sechs Mitarbeiterinnen ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

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