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Tipps zum Fest

How to survive Weihnachten

Wenn die Tanne vorm Haus ihr jährliches Lichterkleid bekommt und der Duft von frisch gebackenen Keksen Weihnachtsstimmung verbreitet, beginnt für viele die schönste Zeit im Jahr. Die nachfolgenden Tipps sollen helfen, damit die Weihnachtsfreude kein jähes Ende findet.
Kalten Füßen vorbeugen

Ein Weihnachtsmarktbesuch gehört für viele zu den schönsten Dingen im Winter. Oftmals schlürfen und futtern sich Weihnachtsmarktgänger stundenlang von Hütte zu Hütte. Doch wer dabei die ganze Zeit an den Füßen friert, wird es nicht lange an der Weihnachtsmarktbude aushalten. „Zudem schwächt Kälte das Immunsystem und frostige Füße können krank machen“, erklärt Dr. med. Gerd Weigel, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie in der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim. „Das Gewebe in den Füßen ist über Nervenbahnen mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden. Sind die Füße kalt, sinkt auch die Temperatur in Nase und Hals. Das schwächt die Abwehrkraft in den dortigen Schleimhäuten. Sie sind schlechter durchblutet und bei ihnen kommen deshalb weniger Abwehrzellen an, um Erkältungsviren zu bekämpfen.“ Um einem Infekt vorzubeugen, gilt es, mit dem richtigen Schuhwerk gerüstet auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Die beste Medizin gegen frostige Treter sind gefütterte Schuhe oder zumindest dicke Socken. Boots eignen sich insofern besonders gut für Verfrorene, als dass sie über den Knöchel reichen und somit etwas mehr Schutz vor der Kälte bieten.

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Beherzt in den Teig greifen, heimlich vom rohen Gebäck naschen, der Duft von Zimt, Kardamom und Vanille – die Weihnachtszeit ist die Zeit des Plätzchenbackens. Die Vorfreude auf Zimtsterne, Spekulatius und Co. wird jedoch getrübt, wenn sich Hobbybäcker aus Unachtsamkeit am heißen Backblech verbrennen. Dietmar Börker, Wundmanager in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt, weiß, was dann zu tun ist: „Zunächst gilt es, die durch die Hitzeeinwirkung ausgelöste Entzündungsreaktion zu stoppen. Dazu sollte die verbrannte Haut unter fließend kaltem Wasser gekühlt werden. Leitungswasser wirkt durch die leichte Kühlung auch schmerzlindernd. Wer hat, kann auch ein Cool-Pack auf die verbrannte Stelle legen.“ Kühlende Salben wie Aloe Vera dürfen nur bei leichten Rötungen und geschlossener Hautdecke – bei einer erstgradigen Verbrennung – aufgetragen werden. Bei Verbrennungen zweiten Grades kommt es typischerweise zu einer Blasenbildung. „Bei deutlich sichtbarer Blasenbildung muss eine fachliche Versorgung stattfinden“, rät Dietmar Börker. Erste Anlaufstelle ist hier der Hausarzt.

So wird Weihnachten auch für den Magen ein Fest

Gänsebraten, Plätzchen & Co. – Weihnachten ist ein Fest der Köstlichkeiten. Doch üppige Speisen stoßen dem Magen oft sauer auf und viele Menschen klagen anschließend über Sodbrennen. Priv.-Doz. Dr. Thomas Armbrust, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie in der Helios Klinik Herzberg/Osterode, weiß, wie Leckermäuler ohne Sodbrennen durch die Weihnachtszeit kommen: „Wer den Essmarathon an Weihnachten unbeschadet überstehen möchte, sollte den Fettgehalt der Speisen reduzieren und lieber mageres Putenfleisch und gekochte Kartoffeln oder Kartoffelpüree zu sich nehmen, statt Gänse- oder Entenbraten, Klöße und Kroketten.“ Zudem helfe langsames Essen und gründliches Kauen, um sich schneller satt zu fühlen. „Der so beliebte Verdauungsschnaps hilft übrigens leider nicht“, so Dr. Armbrust weiter. „Alkohol setzt die Magenbeweglichkeit herab und verzögert dadurch nur den Verdauungsprozess.“ Kaffee und Nikotin sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Sie wirken anregend – auch auf die Säureproduktion. Das Kauen eines pfefferminzfreien Kaugummis steigert durch den entstehenden Speichel hingegen die Bewegung im Magen-Darm-Trakt und bringt den Abtransport der Speisen in Gang.

Vorsicht bei Glatteis und schneebedeckten Straßen

Frost, Eisregen, Schneefall – Gerade für ältere Menschen, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, ist die kalte Jahreszeit häufig ein Problem. Da sich Stürze aufgrund von glatten Straßen nicht immer vermeiden lassen, hat Dr. Michael Stalp, Chefarzt für Unfallchirurgie an den Helios Kliniken Mittelweser in Nienburg, einige Tipps parat: „Man sollte auch für kurze Wege immer auf die geräumte Straßenseite wechseln und sich ausreichend Zeit für Besorgungen nehmen, um nicht in Hektik zu geraten und aus Flüchtigkeit zu stürzen. Tatsächlich verzichten sollte man darauf, im Dunkeln nach draußen zu gehen, um nicht Gefahr zu laufen, matschiges Laub oder angefrorene Pfützen zu übersehen.“ Um Stürze zu vermeiden, rät Dr. Stalp außerdem, Winterstiefel zu tragen: „Ihr grobes Profil gibt Halt auf rutschigem Untergrund. Bei Schnee und Eis kann man außerdem sogenannte Spikes tragen, die am Schuh festgeschnallt werden. Ihre Zacken geben zusätzlichen Grip auf gefrorenen Untergründen.“ Außerdem sollte man sich nach Möglichkeit an Geländern oder Zäunen festhalten. Um die Hände frei zu haben, kann man beispielsweise einen Rucksack statt einer Tragetasche nutzen.

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