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Sicher unterwegs im Skigebiet

Fünf Tipps für die Ski-Saison

Mit dem Start der Skisaison tummeln sich begeisterte Ski- und Snowboardfahrer auf den Pisten. Doch statt Après-Ski landen viele in der Notaufnahme. Fünf Tipps aus dem Helios Klinikum München West, wie sich Pistenfans am besten vor Verletzungen schützen können.
Privatdozent Dr. Andreas Lenich, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie und Privatdozent Dr. Elias Volkmer, Leitender Arzt der Handchirurgie am Helios Klinikum München West, erklären, wie man sich sicher auf der Piste unterwegs ist. Foto: Steffen Leiprecht

Privatdozent Dr. Andreas Lenich, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie und Privatdozent Dr. Elias Volkmer, Leitender Arzt der Handchirurgie am Helios Klinikum München West, geben Tipps, wie sich Pistenfans vor Verletzungen am besten schützen können.

Tipp 1: Aufwärmen

Bevor es auf die Piste geht, sollte sich jeder Wintersportler Zeit für ein kleines Aufwärmtraining nehmen. Dabei reichen schon ein paar Minuten. „Die meisten Unfälle passieren bei der ersten Abfahrt, wenn die Muskeln noch nicht richtig warm sind oder bei der letzten Abfahrt, wenn der Körper erschöpft ist“, sagt Lenich. Darum gilt: Vor der ersten Skifahrt sollten ein paar Aufwärmübungen absolviert werden, um Unfälle zu vermeiden.

Tipp 2: Langsam angehen
Nach langer Fahrt sind Sie endlich im bevorzugten Skigebiet angekommen und wollen möglichst schnell auf die Piste? Verständlich, aber vorsicht: Wer sich überschätzt, gefährdet sich und andere. Anfänger und Wiedereinsteiger sollten einige Übunggsstunden bzw. Auffrischungsstunden nehmen, bevor der erste Abhang befahren wird. „Wer sich unsicher ist, kann erst einmal kleine Hügel in Angriff nehmen und sich dann an Anfängerpisten heranwagen“, sagt Volkmer. Und wer zum ersten mal eine lange, ausgedehnte Skitour fahren möchte, sollte sich einen Skilehrer mitnehmen, der im Notfall jederzeit helfen kann.

Tipp 3: Die richtige Ausstattung
Mindestens genauso wichtig wie das Aufwärmen ist die richtige Ausstattung: „Besonders wichtig sind Skihelm und richtig sitzende Skischuhe. Außerdem empfehle ich Protektoren für den Rücken und Handgelenkschoner, vor allem beim Snowboarden“, weiß Lenich. Skijacke und Skihose sollten wserdicht und atmungsaktiv sein, die Skibrille UV-Strahlen abhalten. Anfänger sollten sich vor einem Kauf entsprechend beraten lassen.

Tipp 4: Ausreichend trinken
Skifahren macht Spaß, da vergisst man leicht, dass es sich dabei um einen – besonders für Anfänger – anstrengenden Sport handelt, bei dem geschwitzt und viel Flüssigkeit verloren wird. Hinzu kommt: Kälte vermindert das Durstgefühl. Dementsprechend sollten Skifahrer daran denken, über den ganzen Tag verteilt ausreichend Wasser, Tee oder Saft zu trinken. Wer gerne mit leichtem Gepäck unterwegs ist, sollte mittags bei einer Skihütte Halt machen. Warme Suppe sättigt, versorgt den Körper mit Flüssigkeit und liegt nicht allzu schwer im Magen – das perfekte Skifahrergericht.

Tipp 5: Richtig Fallen
Beim Skifahren ist ein Sturz schnell geschehen. Die häufigsten Verletzungen bei Wintersportlern sind Brüche, Verstauchungen, Sehnenrisse oder der sogenannte Skidaumen, bei dem das Seitenband reißt. „Die meisten versuchen instinktiv, den Sturz mit der Hand abzufedern“, erklärt Volkmer. Sind dann die Bänder überdehnt oder teilweise gerissen, muss oftmals eine Schiene angelegt werden, die das Handgelenk stabilisiert. Ein Bänderriss oder Bruch am Handgelenk hingegen muss meistens operativ versorgt werden. Durch die richtige Falltechnik können solche Stürze vermieden werden. Droht der Verlust des Gleichgewichts, sollte Skifahrer sich nach Möglichkeit zur Seite Fallen lassen. Das stoppt den Rutsch und verringert die Gefahr von Verletzungen. Ratsam ist es, die richtige Falltechnik immer wieder zu üben, um im Notfall richtig reagieren zu können.

Foto Teaser: ©mma23/fotolia

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