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Die (ziemlich) große Freiheit

Checkliste: Das ist erlaubt bei Arbeitsschuhen

Kleider machen Leute, sagt man. In der Klinik bestimmen allerdings Arztkittel und Pflegekasack das Bild. Platz für individuelle Akzente bietet da nur das Schuhwerk. Doch was ist erlaubt am Fuß und wo sind die Grenzen? Thomas Riesterer, Fachkraft für Arbeitssicherheit in der HELIOS Region Süd, gibt Antworten.
Thomas Riesterer, Fachkraft für Arbeitssicherheit in der HELIOS Region Süd

Das Thema Schuhe fällt in den Bereich Arbeitssicherheit. Warum, liegt auf der Hand: Wählen Sie den falschen Schuh, kann das Ihrer Gesundheit schaden. Immerhin tragen Sie im Dienst Ihre Schuhe viele Stunden lang. Deshalb habe ich für alle Modebewussten leider eine schlechte Nachricht: Nicht alles, was gefällt, ist auch empfehlenswert. Flipflops sind dafür ein gutes Beispiel. Zugegeben, die freizügigen Treter sind bequem, vor allem in der Sommerhitze. Doch von Halt keine Spur. Und sollte Ihnen bei Ihrer Arbeit etwas auf den Fuß fallen, sind Verletzungen vorprogrammiert.

In der HELIOS Klinik Rottweil haben wir uns deshalb auf eine Empfehlung geeinigt, was die Schuhe in den patientennahen Bereichen betrifft: vorne durchgängig geschlossen, aus wasser-abweisendem, pflegeleichtem Material und mit fester Fersenkappe. Nicht festgeschrieben ist, dass man ein ausgelatschtes Paar mit abgenutzter Sohle zeitnah durch ein neues ersetzen sollte. Aber das versteht sich ja von selbst.

Und zum Schluss die gute Nachricht: In puncto Farbe und Design sind aus Aspekten der Arbeitssicherheit keine Grenzen gesetzt.

Die Checkliste

Der Arbeitsschuh bei der Arbeit auf Normalstationen und in ähnlichen patientennahen Arbeitsbereichen sollte:

  • flach und vorn geschlossen sein. Das schützt Zehen und Vorderfuß.
  • hinten mit einer Fersenkappe geschlossen sein. Das ist wichtig für Standsicherheit bei Drehbewegungen und Gewichtsverlagerung. Es schützt Ferse, Sehnen, Bänder und Gelenke. Fersenriemchen oder Pantoletten sind nicht geeignet.
  • rutschfest sein und eine Sohle mit gutem Profil haben.
  • sich idealerweise durch Schnüren oder Klettverschluss an den Fuß anpassen lassen.
  • ein bequemes Fußbett, dämpfende Sohlen haben. Zum Beispiel mit Materialien wie EVA (Ethylenvenylacetat) und PU (Polyurethan) in den Sohlen.
  • ein gutes Fußklima möglich machen. Das Obermaterial Leder und atmungsaktive antimikrobielle Futtermaterialien nehmen die Feuchtigkeit des Fußes auf und transportieren sie nach außen.
  • aus einem Obermaterial bestehen, dass mindestens abwischbar und wasserabweisend, idealerweise auch desinfizierbar ist, wenn es zu Kontaminationen kommt.

Achtung: Auch Schuhe, die Händler als „Pflegeschuhe“  anbieten, sollten Sie kritisch prüfen. Nicht alle sind geeignet. Hingegen erfüllen viele Schuhe aus dem Sport- und Freizeitbereich die Kriterien.

So sollten Sie Ihre Schuhe reinigen: Bei sichtbarer Verschmutzung wischdesinfizieren, einmal wöchentlich reinigen.

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